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Der Ursprung von Kunst

Der Ursprung von Kunst ist

Menschen begannen, all diese Dinge zu tun, weil sie ihnen Freude machten.

Natürlich gab es immer einige, die es besonders gut konnten. Die anderen guckten ihnen zu und es gefiel ihnen zuzuschauen. Deshalb klatschten sie Beifall.

Das war auch schön. Das Singen war schön, aber der Beifall war auch schön.

Singen ist aber auch ohne Beifall schön. Singen ist sogar auch dann schön, wenn niemand zuguckt oder zuhört (und Tanzen erst). Das wissen nur heute viele nicht mehr.

Mit der Zeit aber begann den Menschen - aus welchen Gründen auch immer - der Beifall wichtiger zu werden als die Ausübung der Sache selbst. Und so begannen sie, das Singen daraufhin zu "optimieren", dass sie möglichst viel Beifall dafür bekamen.

Was sie dabei zunächst gar nicht bemerkten: wie der Spaß am Singen immer kleiner wurde.

Später dann genügte der Beifall alleine nicht mehr. Aus Kunst wurde ein Wirtschaftszweig. Der Gewinn musste stimmen.

Dabei wird eine sehr wichtige Sache immer verwechselt:

Die positiven Gefühle, die man durch den Beifall, die Anerkennung, den Erfolg und ein hohes finanzielles Einkommen erhält, sind nicht das Gleiche wie die Freude und das Glück, das aus künstlerischer Betätigung an sich erwachsen kann - und sie können vor allem letzteres auch nicht ersetzen.

Anerkennung, Erfolg und Einkommen geben positive "Kicks", aber sie sind kein Ersatz für wirkliches Glück, das aus schöpferischer oder künstlerischer Erfüllung erwächst.

Die Entwicklung, die ich hier für die Kunst als Ganzes geschildert habe, machen viele Künstler in ihrem Leben noch einmal durch:

Sie entdecken die Kunst aus Freude an ihrer Ausübung. Weil sie so viel Spaß haben, sind sie auch gut. Dann kommt der Beifall, dann der Erfolg, dann das Business ... und irgendwann hat sich die Freude an der Sache ganz unbemerkt verabschiedet. Wen interessiert denn noch so was Nebensächliches wie Freude an der Sache, wenn er ein Star sein und Millionen verdienen kann? Aber es funktioniert nicht als Lebensmodell.

nächstes Kapitel: Was einen Menschen antreibt